Projektarbeit

 


Dem Biber auf der Spur !!!

Gehört hatten vom zweitgrößten Nagetier Europas in der dritten Klasse der Grundschule Stödtlen schon alle Schüler. Man wusste dort auch, dass er Dämme und Burgen baut und Nagezähne hat. Doch über den Biber gibt es noch weit mehr in Erfahrung zu bringen. Deshalb begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf die Suche nach Informationen über das im ausgewachsenen Zustand bis zu 30 kg schwer werdende Tier. Die Kinder setzten sich an Stationen mit den Merkmalen, der Lebensweise und der Geschichte des Nagers auseinander. Sie brachten auch in Erfahrung, wo man den Biber in unserer Gemeinde finden kann. Großes Erstaunen herrschte darüber, dass Stödtlen eines der erstbesiedelten Gebiete in ganz Baden-Württemberg war.

Bei einer Führung in einem Biberrevier in Wört konnten die Schüler dann die Welt des Bibers erleben. Thomas Joas, Biberexperte des Bund Naturschutzes, zeigte Bauwerke, wie z.B. Dämme und Wohnbauten, und erklärte vor Ort, wozu der Biber diese errichtet. Gemeinsam wurden auch Nagespuren entdeckt und gefällte Bäume bestaunt, ausgemessen und – was nicht niet- und nagelfest war – gesammelt. Nur einen haben wir während unseres Ausflugs nicht gesehen – den Baumeister selbst. Doch das wussten die Kinder zu erklären: „Der Biber ist ja dämmerungs- und nachtaktiv!“ An dieser Stelle gilt hier ein besonderer Dank Herrn Thomas Joas und den fahrbereiten Müttern, die uns diesen anschaulichen und lebendigen Lerngang ermöglichten.

Die Schüler beschäftigten sich aber auch mit gesellschaftspolitischen Themen, wie z.B. den Problemen, die durch die Anwesenheit des Bibers aufkommen können. In einer nachgespielten „Gemeinderatssitzung“ wurde heiß diskutiert: Landschaftsgestalter hin, Schädling her! Man war sich jedoch schnell einig, dass der Biber viel für die Natur macht und unbedingt als Bewohner unserer Gemeinde akzeptiert werden soll!